BMBF-Forschungsschwerpunkt | Steuerung im Bildungssystem

Transfertagung zum Thema „Nutzung und Nutzen von Evidenz zur Schul- und Unterrichtsentwicklung“ in Mainz

Keynote von Prof. Dr. Pant

Keynote von Prof. Dr. Pant

Posterbeiträge der Forschungsprojekte

Posterbeiträge der Forschungsprojekte

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

News vom 16.08.2016

"Wie kann Wissen aus der Bildungsforschung in die Praxis gelangen und dort zur Weiterentwicklung der Qualität von Schule und Unterricht genutzt werden?" Zur Diskussion dieser Frage trafen am 20. Juli 2016 rund 80 Vertreter/Innen aus der empirischen Bildungsforschung, der Bildungspolitik, der Bildungsverwaltung und der Bildungspraxis an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz auf der Transfertagung „Nutzung und Nutzen von Evidenz zur Schul- und Unterrichtsentwicklung“ zusammen. Die Tagung, die gemeinsam von dem SteBis-Projekt „Evidenzbasiertes Handeln im schulischen Mehrebenensystem“ (EviS) und der Koordinierungsstelle SteBis ausgerichtet wurde, diente dem wichtigen Ziel, Möglichkeiten, aber auch Hindernisse des Einsatzes von wissenschaftlichen Ergebnissen (wie z.B. der Rückmeldedaten aus Vergleichsarbeiten) sowie Forschungsbefunden zur Verbesserung von Schul- und Unterrichtsentwicklung im gemeinsamen Dialog zwischen den unterschiedlichen Akteursebene zu erörtern.

Die Veranstalterinnen der Tagung, Prof. Olga Zlatkin-Troitschanskaia (Projektleitung EviS/JGU Mainz) und Prof. Felicitas Thiel (Projektleitung Koordinierungsstelle SteBis/ FU Berlin), präsentierten dazu ein vielfältiges Programm: Neben einer Keynote von Prof. Hans Anand Pant (Direktor der Deutschen Schulakademie/HU Berlin) wurden verschiedene Impulsvorträge und Posterbeiträge aus dem Forschungsschwerpunkt SteBis sowie dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) vorgestellt.

Prof. Carmen Binnewies vom Münsteraner Teilprojekt bei EviS hinterfragte dabei in ihrem Vortrag, was aus arbeits- und organisationspsychologischer Sicht Innovation an Schulen befördert. Einflussfaktoren auf die tatsächliche Nutzung wissenschaftlicher Evidenz durch Lehrkräfte wurden von Lena M. Zimmer und Till Seipp vom Mainzer Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung vorgestellt und von Bastian Laier mit seinem Vortrag „Weniger ist mehr. Veränderungen im evidenzbasierten Handeln an Schulen“ ergänzt. Mit Prof. Uwe Maiers Präsentation „Lernverlaufsdiagnostik – Chancen und Grenzen für die Unterrichtsentwicklung“ wurden zahlreiche praxisnahe Anregungen zum Einbezug von Lernstandsanalysen in den Unterricht gegeben.

In der von Prof. Felicitas Thiel moderierten Podiumsdiskussion wurde anknüpfend an die Vorträge und Diskussionen, die sich in den Pausen auf dem Postermarktplatz ergaben, die zentrale Frage „Wie kann der Transfer von Forschung in die Schul- und Unterrichtspraxis gelingen?“ aufgegriffen. Nach einem Eingangsstatement von Prof. Kai Maaz vom DIPF, das auch die Bildungsforschung für ein stärkeres Engagement zur Enrichtung und Nutzung von Transfergelegenheiten adressierte, beleuchteten die weiteren Podiumsgäste die Schwierigkeiten, aber auch die positiven Erfahrungen und geeigneten Möglichkeiten zur Umsetzung des herausfordernden Anspruchs nach datenbasiertem Handeln in Schulen: Heinz-Jörg Dähler, Schulleiter der Robert-Koch-Schule Linz am Rhein, sprach dabei für die Schulebene, Udo Klinger repräsentierte das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz, Prof. Harm Kuper von der FU Berlin übernahm die universitäre Forschungsperspektive und Susanne Wiegmann steuerte als Leiterin des Programms „Starke Schule“ der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung die Perspektive des größten Schulwettbewerbs in Deutschland bei.

Im Rahmen dieser Veranstaltung gab es auch Kontakt zu Pressevertretern. Gerne möchten wir auf ein Interview zum Thema "Wie Bildungsforschung in die Schule gelangt" mit Prof. Hans Anand Pant beim Deutschlandfunk aufmerksam machen: http://www.deutschlandfunk.de/campus-karriere.679.de.html?drbm:date=2016-07-20

Alle Vortragsfolien sowie Poster der Forschungsprojekte können hier abgerufen werden.