BMBF-Forschungsschwerpunkt | Steuerung im Bildungssystem

Aktivitäten der SteBis-Projekte in 2013

News vom 17.12.2013

Zur Präsentation und Diskussion ihrer Forschungsfragen und -befunde waren auch in diesem Jahr zahlreiche Projektnehmerinnen und Projektnehmer aus dem SteBis-Verbund auf nationalen wie internationalen Tagungen und Kongressen vertreten.

                                                                                                                                                                             Die AEPF/KBBB, die im September diesen Jahres mit dem Themenschwerpunkt "empirische Bildungsforschung und evidenzbasierte Reformen im Bildungswesen" in Dortmund ausgerichtet wurde, bot für mehrere Projekte aus dem SteBis-Verbund Gelegenheit, sich in verschiedenen Formaten zu präsentieren: 

  • Prof. Dr. Böhm-Kasper stellte - neben seinem Mitwirken in einem Symposium zur Belastung und Beanspruchung von Lehrkräften - mit seiner Mitarbeiterin Odette Selders im Rahmen einer Postersession Befunde zur Wahrnehmung und Akzeptanz von Schulinspektionsverfahren im Bundesländervergleich vor.
  • Auch sein Gießener Kollege Prof. Dr. Brüsemeister war gemeinsam mit Dr. Bianca Preuß und Lisa Gromala in einem Symposium zu "Nebenfolgen und nicht-berücksichtigten Aspekten evidenzbasierter Reformen" vertreten. Die Gruppe problematisierte dort eine im Kontext der Schulinspektion festgestellte Fokussierung auf Einzelakteure anstelle von Akteurskonstellationen.
  • Ergebnisse aus dem StABil-Projekt wurden von Anna Schliesing und Sebastian Wurster aus dem Projektteam von Prof. Dr. Pant und von Anabel Bach (Freie Universität Berlin) im Rahmen von Posterbeiträgen vorgestellt. Thematisiert wurden dabei die Gestaltung von Rückmeldeformaten aus Vergleichsarbeiten und Bedingungen und Wirkungen schulischer Personalentwicklung.
  • Einzelbeiträge lieferten Prof. Dr. Martin Heinrich mit einer - an governancetheoretische Überlegungen anschließenden - "ideologiekritischen Ideologiekritik an evidenzbasierter Steuerung" sowie Lisa Gromala mit ihrer Analyse der Vielfältigkeit externer Steuerungseinflüsse auf Schulen.
  • Prof. Dr. Kathrin Dedering diskutierte in ihrem Vortrag "Interpretationsspielräume in der Bewertungsarbeit von Schulinspektor/innen", und aus dem EviS-Projekt stellten Prof. Dr. Marten Clausen und Denise Demski Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen Schulkultur und evidenzbasiertem Handeln vor.
  • Prof. Dr. Uwe Maier war mit seiner Mitarbeiterin Carolin Ramsteck aus Schwäbisch Gmünd angereist, um in seinem Einzelbeitrag den Umgang mit Vergleichsarbeiten auf Ebene der Schulaufsicht aus organisationstheoretischer Perspektive zu thematisieren.

Gerahmt wurde die Tagung durch die Keynote Vorträge von Prof. Dr. Felicitas Thiel und Prof. Dr. Hans-Anand Pant. Hier wurden zum einen Erwartungen, Voraussetzungen und Grenzen evidenzbasierter Entscheidung im Mehrebenensystem der Bildung beleuchtet und zum anderen, unter besonderer Bezugnahme auf Hatties Visible Learning, der Frage nach Nutzen- und Missbrauchspotenzialen bei der Verwendung von Evidenz nachgegangen.                                                                                                                 

                                                                                                                                                                          Auch auf der kurz vorher in Istanbul ausgerichteten ECER zum Themenschwerpunkt "Creativity and Innovation in educational research" waren mehrere SteBis-Projekte vertreten:

  • Barbara Muslic, Carolin Ramsteck und Tanja Graf präsentierten im Rahmen von Posterbeiträgen ihr Verbundprojekt zur Realisierung testbasierter Schulreform in der Mehrebenenstruktur des Bildungsystems.
  • Dr. Stefan Brauckmann, derzeit auf einer Vertretungsprofessur an der Universität Erfurt tätig, trug im Rahmen seines Vortrages "Discovering the magic triangle of school leadership goals in an area of new educational governance" Befunde aus seinem SHaRP-Projekt vor.
  • Prof. Dr. Böhm-Kaspar und seine Projektmitarbeiterin Odette Selders hinterfragten in ihrem Vortrag "Do different types of school inspection have an impact on school improvement?"

                                                                                                                                                                                    Die Auftaktveranstaltung der Gesellschaft für empirische Bildungsforschung (GEBF) im vergangenen März nutzte aus dem SteBis-Verbund Sebastian Wurster mit einem Einzelvortrag zur "Nutzung von Ergebnissen aus Vergleichsarbeiten und zentralen Abschlussprüfungen für Unterrichtsentwicklung".